Friedensmacher: Europa wäre ideal, aber versagt – Weltwoche Daily DE
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Themen in diesem Video:
Friedensmacher: Europa wäre ideal, aber versagt. «Neocon» Robert Kagan: Harte Kritik an Trump. Was Merz richtig macht. Lebenszauber in Lugano
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Transkript anzeigen
00:00:07: Grüezt Sie miteinander, ganz herzlich willkommen und einen wunderschönen guten Morgen.
00:00:12: meine sehr verehrten Damen und Herren liebe Freunde aus Nah- und Ferne.
00:00:15: Ich begrüße sie als Lugano aus dem wunderschönen Kanton Tessin aus der Südschweiz nur ein Steinwurf entfernt von der italienischen Grenze.
00:00:25: und auch der Geist des deutschen Literaturen Nobelpreisträgers Hermann Hesse, der nicht weit von hier einst lebte.
00:00:35: Schwingt noch mit wenn ich aufzeichne?
00:00:38: Wenn also unter diesen Umständen!
00:00:41: keine gute Sendung entsteht, dann weiß auch ich nicht mehr weiter.
00:00:46: Ich begrüße Sie jedenfalls zur internationalen Ausgabe von Wettwoche Daily die andere Sicht unabhängig kritisch gut gerannt und zuversichtlich.
00:00:54: am Donnerstag dem dreißigsten April zwei tausendund sechsundzwanzig Ja!
00:01:00: Die vordergründigen Umstände sind fürchterlich.
00:01:03: Wir haben Kriege wir haben Konflikte wir haben Rezessionen Ausgang zahlreicher, gewalttätiger und handgreiflicher Auseinandersetzungen.
00:01:16: Aber die gute Nachricht ist in einem Korrekturprozess.
00:01:22: Das falsche, das faule Bericht zusammen viele ideologischen Irrtümer sind als solche durchschaut und erkannt.
00:01:32: jetzt braucht es halt einfach noch eine Zeit bis man aus dem Chaos aus den Trümmern wieder etwas Neues aufgebaut hat.
00:01:39: Ich habe keine Zweifel, dass man das hinkriegt aber natürlich auf dem Weg dorthin wird es brenzlig und schwierig.
00:01:47: Und das sind die Themen!
00:01:49: die wir in der neuen aktuellen gedruckten Weltwoche ansprechen, das sind für mich die ganz entscheidenden Themen und sie sind im Grunde wichtiger als jetzt die Tagesaktualitäten auf die ich dann auch noch kurz eingehen werde anhand der Nachrichten.
00:02:05: Wo sind die Friedensmacher?
00:02:07: Ist wichtig!
00:02:08: sich mit dieser Frage zu konfrontieren in kriegerischen Zeiten.
00:02:13: Für mich war US-Präsident Donald Trump und ist es nach wie vor ein Hoffnungsträger, ein Pragmatiker, ein Mann aus der Wirtschaft natürlich verhaltensaufällig und schwer erziehbar mit allen Großartigkeiten und Abgründigkeiten des amerikanischen Volkscharakters – wenn man dieses Wort in Deutschland überhaupt verwenden darf – ausgestattet.
00:02:34: Er ist angetreten, Kriege zu beenden.
00:02:36: Jetzt startet der einen Krieg nach dem anderen, aber noch ist nicht aller Tage Abend und bevor wir da in Verzweiflung in Ceter Mordio verfallen wollen, wollen wir mal den Ausgang uns dann etwas näher anschauen.
00:02:52: Aber Donald Trump fällt im Moment sicherlich als Friedensmacher aus!
00:02:57: Wen gibt's denn da noch?
00:02:59: Ja, den russischen Präsidenten Putin der in der Ukraine feststeckt seine Ziele nicht zu erreichen scheint.
00:03:07: In dieser Art und Weise wie er sie ursprünglich formuliert hat.
00:03:11: ich kann mir zwar nicht vorstellen dass die Russen aufgrund ihrer Größe ja für ihre ganzen auf Grund ihrer ganzen industriellen Potenz Den Krieg militärisch verlieren könnten Und wenn wir in diese Gelände kommen Das wäre sozusagen die Erfüllung der Wünsche der Russlandgeger in der Europäischen Union.
00:03:29: Dann glaube ich, wird es erst richtig gefährlich denn nichts ist bedrohlicher als eine Supermacht, die in die Ecke getrieben wird.
00:03:37: Es gibt ja die berühmte Sequenz aus der Kindheit des russischen Präsidenten Die er auch schon bei verschiedenen Gelegenheiten immer wieder angesprochen hat wie ihr erlebt habt Wie eine Ratte also ein nagetier In die Ecken gedrängt wurde und dann sehr gefährlich attackierte.
00:03:56: Das ist ein Muster, das wir auch auf ganz anderen evolutions- oder ausprägungsstufen erkennen können.
00:04:04: wenn Großmächte in Schwierigkeiten kommen Wenn sie sich existenziell bedroht fühlen Dann sind sie bereit zum Äußersten zu gehen.
00:04:13: Wir haben das gesehen bei den Amerikanern, zu Beginn der Sechzigerjahre in der Kuba-Krise als Christoph, der Generalsekretär der KPDSU, Atomraketen auf Kuba stationieren wollte – also Ausgleichsmaßnahme zu den in der Türkei stationierten Atomroketen der USA.
00:04:31: Da hat ihn Präsident Kennedy, der spätere Friedenspräsident wenn man so will mit Friedensreden erfolgetreten ist ganz klar Dritten Weltkrieg, gedroht.
00:04:41: Wir haben sie im Zweiten Weltkrieb gesehen – im Pazifikraum als die Amerikaner Japan unter Wirtschaftsquarantäne in einen absoluten Sanktionskäfig gestellt hatten.
00:04:55: Dann haben die... haben die Japaner losgeschlagen, haben sie Indonesien angegriffen.
00:05:00: Haben Sie sozusagen versucht mit einem präventiv Krieg, mit einem Erschütterungsschlag die Amerikaner zu treffen?
00:05:08: In diesen Umständen ist es dann ja auch zur Attacke auf Pearl Harbor den Pazifik-Flottenstützpunkt der USA gekommen mit den bekannten Folgen Es brauchte am Schluss zwei Atombomben abwürfe um diesen Krieg.
00:05:23: Ich will jetzt nicht in die Diskussion einsteigen, was die Bedeutung oder was die Überlegungen hinter diesen Atomen abwürfen waren.
00:05:32: Aber auch einfach um die Trastik, die Dynamik zu zeigen.
00:05:36: Stellen wir uns für einen Moment vor wenn das also in Erfüllung gehen würde, was sich da einige Strategien in der EU momentan ausmalen und dass es also Zelensky und seinen Verbündeten gelingen könnte Russland tatsächlich?
00:05:51: Merklich markant zu schwächen, sie an den Rand einer militärischen Niederlage zu bringen.
00:05:57: Wir hören die Stimmen bereits aus Russland, Sergei Karaganov ich habe ihn gestern erwähnt.
00:06:02: es gibt diese Leute die sagen wir müssen in Russland wir müssen gegen die EU gegen ein wahnsinnig gewordenes europa-nukleare Waffen jetzt einsetzen um Schlimmeres zu verhindern denn die Europäer haben vergessen was die nuklearen Abschreckung letztlich Das bedeutet, das ist nicht einfach nur Theorie.
00:06:23: Es ist nicht nur Rhetorik, denn nach meiner Beurteilung ist die russische Diplomatie von wenigen Ausnahmen abgesehen sehr diszipliniert.
00:06:34: Rhetorische Kraftmairei, die Flammenwerferrhetorik ist eher auf der westlich-europäischen Seite zu sehen.
00:06:40: Also ich verfolge diese Schwierigkeiten über die jetzt viele Medien berichten Die Angeblichen sind immer schwierig sich da tatsächlich ein Bild zu machen Der russischen Seite mit größter Sorge.
00:06:52: Es ist nicht im Interesse Europas mit Russland in eine noch extremere, in eine furchterlichere Konfrontation hinein zu geraten.
00:07:02: Man hat das alles schon einmal gehabt und ich kann das nur aus Erzählungen meiner Großeltern, meiner Verwandten hier nochmal in Erinnerung rufen oder mir selber vor Augen führen um einfach zu sagen... Das muss auf keinen Fall verhindert werden.
00:07:17: Frieden mit Russland, eine Einigung mit Russlern natürlich auch unter Berücksichtigung der ukrainischen Interessen das ist zwingend nötig und das sollte angestrebt werden.
00:07:27: also auch russland fällt aus.
00:07:30: putin Der vier dimensionale Schachspieler sein Stern ist auch Verblasst hat natürlich Schaden genommen in dieser schwierigen Situation, für die er nicht alleine verantwortlich ist.
00:07:42: Das muss man einfach im Kontext immer wieder sehen.
00:07:44: Wer gibt es denn da noch?
00:07:46: Ja den türkischen Präsidenten Erdogan der sich als Friedensschlichter und Friedensmacher anpreist.
00:07:51: Der ist diplomatisch geschickt aber im Westen steht er nicht so hoch im Ansehen.
00:07:56: mit seiner sehr drastischen Rhetorik kommt er natürlich im Nahen Osten auch nicht bei allen gleich gut an und ist dort auch nicht geeignet sozusagen als balancieren das ausgleichendes Moment in Erscheinung zu treten.
00:08:11: Dann haben wir noch die Chinesenshijing Bin, der chinesische Kaiser mit dem undurchsichtigen Lächeln ich weiß gar nicht ob man es als Lächel bezeichnen kann ein unläsbares Gesicht für mich.
00:08:25: bei Chinesen weiss ich nie was sie denken.
00:08:29: eine andere faszinierende Zivilisation sind die Chinesen, jene Macht, die da jetzt aus den Fugen geratene Welt wieder einrenken können.
00:08:42: Ich habe das Gefühl, die sind eher abwartend.
00:08:44: Die wollen da ja keinen Fehler machen.
00:08:47: Die Steine für sich so setzen, dass das Spiel für sie optimal läuft.
00:08:51: Sie legen da ihre Schlingpflanzen aus, ihre Verkehrswege, ihre Seitenstraße und Schleppnetze zum Fischen von Wohlstand.
00:09:00: Das ist die Politik auch verständlich in China nach hundertfünfzig Jahren Höllenritt.
00:09:08: des Zusammenbruchs der alten Kaiserreichskolonialherrschaft, die Blutbäder vom Maul.
00:09:13: Also wer ist denn heute eigentlich noch der Friedensmacher in der Welt?
00:09:19: Und jetzt kommen wir an den eigentlich tragischen Punkt meiner Ausführungen.
00:09:23: Ich referiere hier etwas mein Editorial.
00:09:27: Jetzt kommen wir auch von Europa Meine Damen und Herren.
00:09:30: Meines Erachtens wäre Europa Ist ja auch so ein Ochsenfroschwort, so ein aufgeblähtes Wort Europa.
00:09:40: Wenn man es wie ein Schwimmabzeichen vor sich herträgt dann ist eben aufgeblät aufgeblasen.
00:09:46: ich versuche mit möglichst wenig Pathos zu sagen Europa die Staaten der Europäischen Union Sie wären predestiniert hier in diesem aufgewühlten Ozean die Wogen zu glätten.
00:10:02: Warum Europa?
00:10:04: Weil die Europäer Gebrochene ehemalige Supermächte, Grossmächten außer Dienst sind.
00:10:13: Sie haben die ganze Nahrungskette sozusagen durchdekliniert!
00:10:19: Sie haben die Geisterbahnfahrt durch Litten von einstiger Größe mit Imperien, in denen die Sonne nie ausuntergegangen ist.
00:10:27: Kolonialismus natürlich Weltbeglückung vom Schlimmsten aber nicht nur vom schlimmsten.
00:10:33: man muss auch differenzieren bleiben beim Kolonionalismus.
00:10:36: Aber sie haben diese Machtempfaltung gehabt aber dann eben nach dem Zusammenbruch und sie wissen wie es ist die Welt von unten zu betrachten.
00:10:44: Und das gibt natürlich Glaubwürdigkeit, diese Gebrochenheit nimmt den Europäern die einzige Bedrohlichkeit, die sie hatten zum Beispiel in der dritten Welt, z.B.
00:10:53: im Nahen Osten, aber auch in Asien.
00:10:56: und ganz anders als die Amerikaner, die dermaßen selbstbewusst sind, muskelbepackt auftreten, hätten Europäer eben auch die Fähigkeit durch viele Niederlagen erlernt, dass man nicht nur reden kann sondern nachzuhören muss.
00:11:12: Das ist eben auch eine Seitenlinie dieser Gebrochenheit, dass du nicht mehr wie es die Amerikaner zweifellos noch tun mit diesem absolut überwältigenden sesselfüllenden Selbstbewusstsein auf der Grundlage deiner Werte und deiner Überzeugungen stehst, also die Ideologie des eigenen Sendungsbewusstseins.
00:11:37: Das ist in Europa nicht mehr so stark ausgeprägt.
00:11:40: Das wurde durch den Fleischwolf gedreht, das ist auch dementiert worden und da hat eine gewisse gewaltsame beigeführte Bescheidenheit Einzug gehalten.
00:11:49: aber jetzt kommen wir zum ganz großen Problem.
00:11:51: Diese Bescheidenheit spielt Europa heute nicht als Trumpfkarte aus, sondern im Gegenteil.
00:11:58: Wir werden von Politikern regiert und behältigt, die eben diesen Drang zur Größe entwickeln, die sie gar nicht mehr haben!
00:12:07: Wir brauchen mehr gerne klein und weniger große in der Politik, aber wenn du dich natürlich selber aufblustest.
00:12:13: Wenn du ein Masters of the Universe sein möchtest, wenn auch nicht militärisch so durch moralisch, aber jetzt auch wieder militärische dann bist du natürlich in einem schwierigen Rang.
00:12:22: also ich glaube man müsste hier etwas zur Verschweizerung vielleicht Europas beitragen können zuhören Diskret im Hintergrund bleiben versuchen die unterschiedlichsten Befindlichkeiten abzurufen.
00:12:39: Und das heißt natürlich auch, die unterschiedlichen Kulturen in ihrer Eigenart zu respektieren und das ist etwas sehr wichtiges.
00:12:48: und jetzt sind wir an einem Punkt ganz entscheidend in dieser Sendung meine Damen und Herren wo ich auf die neue gedruckte Weltwoche aufmerksam machen kann.
00:12:57: Sie ist eine Fango-Packung, fast schon ein Molotov Cocktail mit präsenten journalistischen Enttüllungen diese aber vor allem für einen Schweizer Publikum.
00:13:06: wir decken da also ziemlich beunruhigendes auch eine Liebesaffäre am Schweizer Bundesgericht Befangenheit Verstrickung nicht deklarierte Abhängigkeiten.
00:13:17: das wächst sich möglicherweise zur Staatskrise aus.
00:13:21: Wir schauen sehr kritisch auf den Europarat der die Schweiz in den Schwitzkasten nimmt damit sie Russen noch Rabiater das Geld wegnimmt.
00:13:28: Aber das ist vielleicht für sie in Deutschland, in Österreich im Ausland jenseits zu unserer Landesgrenze nicht so entscheidend?
00:13:35: Da möchte ich ein anderes Thema hervorheben.
00:13:38: Amerika isst eine Schurken Supermacht!
00:13:41: Robert Cagan parte der Neokonservativen über Donald Trump und den verhängnisvollen Irankrieg.
00:13:48: Urs Gehrigen im Gespräch mit diesem Chefdenker der Neocons mit dem ich einst vor zweiundzwanzig Jahren während des Irak Kriegs in Washington zusammensaß und er hat dermaßen hergezogen über die EU, dass sich am Schluss – stellen Sie sich das einmal vor – die EU verteidigt habe gegenüber diesem Amerikaner den ich allerdings immer mit Bewunderung gelesen habe.
00:14:11: Aber als neokonservative Element dieses Sprungbereite fast schon imperialistische Element in der amerikanischen Außenpolitik, dass Robert Kegen dieses Sendungsbewusstsein, das er eben so wirklich mit größter Wasserverträngung ist ein ziemlich voluminöser Mann vertritt.
00:14:30: Das ist mir dann eher unheimlich geworden in diesen Begegnungen aber im Interview.
00:14:34: jetzt spricht der Dinge aus, wo man sagen muss er hat einfach recht.
00:14:40: Er kritisiert heute vielleicht auch etwas geläutert denn er war ein Glühender Unterstützer des Irak Kriegs.
00:14:46: Er kritisiert heute das Iranabenteuer.
00:14:48: Er sagt ja die Mullahs das Regime Das ist schwierig das ist eine Bedrohung für unsere Interessen.
00:14:54: ich bin kein Anhänger dieser Staatsform aber Trump macht es falsch.
00:14:58: so geht es nicht.
00:14:59: du kannst aus der Luft heraus so einen Krieg nicht gewinnen.
00:15:02: man hat zwar Die Regierung des Iran geschwächt, aber man hat ihnen noch viel mächtigere Waffe in die Hand gegeben.
00:15:09: Nämlich die Kontrolle über die Straße von Hormuz mit unabsehbaren Konsequenzen.
00:15:14: und dann zweitens das vielleicht gravierendste Argument Und hier schlagen natürlich auch unterschiedliche Herzen in meiner Brust zu meinen bin ich ein Realist der nicht Wolken, Skibereien und Illusionen hinterherlaufen will wie zum Beispiel der internationalen Ordnung oder dem Völkerrecht.
00:15:33: Das ist streng genommen gar nicht gibt.
00:15:35: aber eben auf der anderen Seite und da hat Keegan zweifellos einen Punkt brauchen wir diese Regelneben trotzdem?
00:15:43: Oder müssen wir versuchen, nach diesen Regeln zu leben auch wenn die Regeln heute neu gefunden werden müssen weil eben in den letzten dreißig Jahren die Amerikaner ziemlich unisono und alleine diese Regeln bestimmt haben.
00:15:57: Jetzt müssen wir einfach wieder lernen diese Regel mit anderen zu machen.
00:15:59: aber wenn die Staaten ja für sich in Anspruch nehmen Nicht einfach die Dschungelmächte zu sein, nicht einfach nach dem Recht der Stärkeren zu operieren.
00:16:07: Wenn sie plötzlich in andere Länder einmarschieren?
00:16:10: Wenn die plötzlich sagen wir knallen die Staatsoberhäuter im Iran ab dann ist das eben keine gute... Entwicklung.
00:16:17: Da muss ich auch aufpassen, dass ich eben als Realist als einer der sie im Nähe und Licht anschauen will nicht den Eindruck erwecke, dass sich am Schluss das Ganze noch glorifiziere wenn da ein paar Cowboys wie Wild mit sich da in der Gegend herum ballen.
00:16:30: Das ist nicht meine Auffassung.
00:16:32: Ich glaube es ist wichtig diese internationalen regelbasierten Systeme anzustreben.
00:16:37: Ich halte es für ein zentrales Ideal, aber wir leben in Zeiten, in denen diese Ideale, diese Regeln nicht mehr unumstritten sind und deshalb ist das wichtig dass man da zur Ehrlichkeit zurückfindet.
00:16:48: Aber Robert Kegen hat hier einen ganz starken Punkt eine ganz starke Argumentation auf seiner Seite wenn er sagt die Amerikaner haben die Verpflichtung hier natürlich nicht einfach durchzumarschieren aber eben doch jene regeln und jene Verbindlichkeiten aufrecht zu erhalten.
00:17:06: Und da kritisiert der Scharf auch den Umgang Trumps mit den Alierten, mit den Europäern.
00:17:11: Er sagt man kann doch nicht in Iran angreifen ohne die Verbündeten zu informieren und dann hinterher die Verbünden sozusagen an den Ohren in den Krieg hineinziehen zu wollen.
00:17:22: das ist nicht die Art und Weise wie er sich das vorstellt mit den Vereinigten Staaten von Amerika.
00:17:30: Urs Gehriger fragt ihn dann, wie er Europa heute sieht.
00:17:34: Robert Cagan hat ein berühmtes Buch geschrieben Die Europäer sind von der Venus die Amerikaner vom Mars.
00:17:40: und die Frage ist sie nun als auch die europär wieder stärker zu mars bewohnen geworden oder immer noch diese ja eben etwas verweichlichte Spezies die feminisierten Einwohner der Venus?
00:17:55: und das sagt er etwas sehr interessantes Dass er beobachtet, dass die EU – das sich die Staaten in Europa allen voran nach Deutschland aus dem Einflussbereich der Amerikaner zu lösen versucht.
00:18:11: Nicht zuletzt auch dadurch, dass man wieder mehr Eigenverantwortung bei der Verteidigung und bei der Rüstung in die Hand nimmt.
00:18:18: Und das sei eine gute Entwicklung denn – und da teile ich seine Meinung voll und ganz – würden wir uns jetzt in einem Weg auf einem Weg in eine multipolare Ebene, eine vielschichtige Ordnung bewegen.
00:18:30: Und da geht es darum auch die eigenen Interessen vertreten zu können und man könne sich nicht einfach nur an den Rokzipfel eines anderen hängen.
00:18:39: An diesem Punkt beendet dann ursgäriger das Gespräch.
00:18:43: aber es könnte natürlich weitergehen wenn wir da etwas in die Zukunft schauen also wichtige Gedanken, wichtige Anstöße werden, wir leben in einer Welt, in der die Regeln zerbrechen.
00:18:59: Wir leben in eine Welt, wo die Machtverhältnisse neu austariert werden, in denen das Faule, das Konstruierte und nicht mehr funktionierende zusammenbricht, aber sich jetzt zynisch ins Gegenteil zu flüchten und zu sagen ja, wir teifen auf die Regel.
00:19:13: Wir lassen das rechte Stärke hochleben.
00:19:15: Das wäre natürlich auch das falsche
00:19:17: Rezept.".
00:19:18: Die realistische und die idealistische Schule müssen sich da irgendwo die Balance halten.
00:19:25: Und in dieser eben auch schwierigen Situation einmal mehr werden durch die Europäer geeignet, auch zwischen Israel und Iran!
00:19:34: schlichtend einzugreifen.
00:19:35: Ich bin ja auch ein Kritiker dieses Mueller-Regimes, aber ich bilde mir nicht ein bzw.
00:19:41: Masse mir nicht an den Iranern zu unterstellen dass sie quasi unfähig wären zur realpolitischen Denke.
00:19:48: selbstverständlich nicht und da gibt es auch unterschiedliche Strömungen.
00:19:52: und diese ganz rabiate Ideologie des Islamismus die wird wohl kaum in allen Bereichen der Regierung und der Bevölkerung schon gar nicht handlungsleitend sein.
00:20:01: also man kann eben diesen dieses Land vielleicht auch mit anderen Methoden als der reinen kriegerischen, brutalen, cowboy-mäßigen westenduell schießereihartigen Gewaltausprägung auf einen anderen Weg bringen.
00:20:19: Und da könnten die Europäer eine Rolle spielen wenn sie denn das erkennen was ich hier versucht habe.
00:20:28: Da zu legen.
00:20:29: weitere Themen!
00:20:30: Ja natürlich jetzt hat ein Jahr Friedrich März und lassen Sie mich mal hier die Perspektive umdrehen.
00:20:38: Nicht immer nur zu fragen, was macht Friedrich Merz falsch sondern was macht er richtig?
00:20:42: Er macht einiges richtig!
00:20:43: Er macht zum Beispiel richtig das sehr auch wenn es nicht umsetzt in seinen verbalen Äußerungen, wenn es ihn nicht zurücknimmt.
00:20:51: Doch einen ganz anderen Ton setzt als den, dem man nach den letzten Wahlen gehört, der zwanzig-einenzwanzige.
00:20:57: Es ist schon wieder eher der bürgerliche Sound, der marktwirtschaftliche Sound und der Bundesrepublik Sound – zumindest in der Theorie!
00:21:04: Ich weiß jetzt werden alle Merzkritiker Gegenstände durch die Bildschirmwerfen oder die Hände verwerfen, um mich hier als rettungslos naiv zu bemerkeln.
00:21:18: Nun Geduld liebe Kollegen und liebe Freunde, nein geben wir ihm diese Chance, diese Anerkennung.
00:21:23: natürlich es sind kleine Schritte, es sind minimale Schritte.
00:21:28: aber Deutschland ist auch ein korallen Riff, ist institutionell überbremst und die Deutschen wollen verständlicherweise keine starke übragende Führung.
00:21:37: Mit dem haben sie nicht so gute Erfahrungen gemacht im zwanzigsten Jahrhundert.
00:21:41: Es hat schon eine Veränderung stattgefunden, eine atmosphärische.
00:21:44: Wir haben eine starke bürgerliche Opposition die mehr eigentlich hilft auch wenn er aus parteitaktischen und Machterhaltungsgründen an seine Brandmauer festhalten zu müssen glaubt.
00:21:55: Eine Brandmauere ist natürlich ein Unsinn aber man glaubt sie zum Überleben zu brauchen ist natürlich auch eine Folge der eigenen Schwäche.
00:22:04: Aber am Ende führen natürlich die deutschen Wähler, die Bundesrepublik in eine andere Richtung und der Zeitgeist ist heute nicht mehr so links oder grün wie er einst war.
00:22:16: Das sehen Sie auch in den Medien wo sich markante Veränderungen abspielen.
00:22:21: also Friedrich Merz ist vielleicht weniger Gestalter und Anführer einer Zeitenwende oder eines politischen Trendwechsels aber es immerhin das Symptom einer solchen gezeiten, einer solchen atmosphärischen Veränderung.
00:22:37: die von den Wählern gewünscht wird, aber weil sich eben die Deutschen selber misstrauen und deshalb die Wähler nur über sieben Maukörbe und fünf verschiedene Absicherungssysteme ihren Wunsch, ihren Willen durchsetzen können geht das halt ein bisschen langsamer.
00:22:53: Und die schlechte Wirtschaft tut der Deutschland auch einen Gefallen der Bundesrepublik.
00:22:57: denn wenn Sie in wirtschaftlich angespannten Zeiten leben ja dann müssen Sie verändern!
00:23:02: Dann können Sie sich irgendwann das gar nicht mehr leisten.
00:23:05: diesen super zwischen Bayern München und Paris Saint-Germain.
00:23:11: Bayern lag zwei zu fünf zurück, dann vier zu fünf konnte ich leider live nicht mehr anschauen weil wir Redaktionsabschluss hatten.
00:23:17: an jedem Abend aber ich höre bereits Sagen umwoben ist über diese Partie.
00:23:24: Man schickt mir SMS, das muss also unglaublich gewesen sein.
00:23:28: Fußball von einem anderen Stern und ist ja auch fantastisch dass solche Fluchtrouten aus der Wirklichkeit bestehen.
00:23:37: Wolfgang Reitzle eine der dienstältesten Topmanager Deutschlands der jetzt seiner Heimat den Rücken kehrt sehr erfolgreich und noch einmal die Leviten liest.
00:23:47: in jedem Satz, in jeder Bemerkung hat er recht.
00:23:50: Natürlich die Kritik an den zu hohen Steuern und Abgaben der Regulierung, die falsche Einstellung aber nichts ist schwerer zu ertragen als eine Folge von guten Tagen.
00:24:00: Aber zum Glück gibt es nach wie vor solche Leistungsträger wie diesen.
00:24:05: Wolfgang Reitzlich habe ich meiner gestrigen Ausgabe über die neuen Zuckersteuer in Deutschland gesprochen, das ist ja auch absurd.
00:24:12: Dass man jetzt den Leuten noch in die Speiseröhren hineinregiert und dass man sie bevormundet was die Ernährung angeht.
00:24:19: aber ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass diese Maßnahmen sich selber als Absurdum führen.
00:24:23: Massnahmen übrigens die vor allem die Leute treffen mit dem nicht so großen Bordmonee.
00:24:29: denen will man jetzt also Das Zuckergebäck, den Streuselkuchen, Matigmachen oder die Flasche Coca-Cola oder ein Süßgetränk.
00:24:38: Dabei ist doch Zucker auch etwas Großartiges vor allem wenn es draußen eben nicht so hoch hergeht in der Politik.
00:24:45: dann brauchen sie etwas Dröstenes.
00:24:47: und bevor man sich dem Alkohol zuwendet oder anderen Drogen gibt's ja noch die droge Zucker.
00:24:52: und am Schluss kann man ja den Menschen auch zutrauen dass er selber die Dosierung so einstellt wie Sie für ihn am besten sind.
00:25:00: aber eben Da haben sie noch diesen von Politikern ausgenützten Obrigkeitsstaat, der sich hier bann bricht.
00:25:08: Hoffen wir dass dies der Vergangenheit bald angehört und der Pragmatismus wieder in Deutschland die Mehrheit hat auch in der deutschen Politik.
00:25:18: bei der Bevölkerung habe ich keine Zweifel das sie pragmatisch ist aber in der Politik dauert es vielleicht ein bisschen länger.
00:25:24: meine Damen und Herren!
00:25:25: Das war's von Weltwoche Daily International.
00:25:29: Vielen Dank für die Aufmerksamkeit, ich wünsche Ihnen einen schönen Tag und melde mich dann zeitnah zurück!
00:25:43: Entschuldigen Sie bevor Sie dieses Video nun wegklicken was Sie eben gesehen haben diese Art von Journalismus, die gibt es eigentlich in dieser Form fast nicht mehr auf dieser Weltrede und Gegenrede Die andere Sicht beleuchten.
00:25:58: das ist die weltwoche.
00:25:59: unabhängig kritisch und ja auch gut gelernt, weil wir eben glauben dass selbst in den schlimmsten Abgründen immer irgendwo ein Lichtblick liegt.
00:26:08: Wir beleuchten was andere weglassen, wir sprechen mit jenen mit denen sich sonst niemand zu unterhalten getraut, wir schreiben was ist!
00:26:17: Abonnieren Sie daher die Weltwoche.
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