Sommer-Spezial: Prof. Mörgeli über die drei Jahrhunderte Landvogtei Lugano unter der zwölförtigen Eidgenossenschaft

Shownotes

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Sommer-Spezial: Prof. Christoph Mörgeli über die drei Jahrhunderte Landvogtei Lugano unter der zwölförtigen Eidgenossenschaft (Folge 2)

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Transkript anzeigen

00:00:06: Ich habe Glück, was ich in meinem Leben

00:00:08: gearbeitet

00:00:10: und habe Freude gehabt.

00:00:10: Und bin stolz.

00:00:11: Wenn ich zugelegene Fünfzehn Jahre bin schon eine Zeit.

00:00:15: Es ist eine lange Zeit und das macht mich auch stolz zu sehen, was beim Vater alles aufgebaut hat und was ich weiterführen darf.

00:00:23: Mein grösster Wunsch, dass er dieses Geschäft übernimmt, ist in Erfüllung gegangen.

00:00:28: Ich bin sehr, sehr stolz und glücklich, den Schritt

00:00:31: gemacht haben.

00:00:36: Grüezi miteinander, ich begrüße Sie ganz herzlich zu dieser zweiten Folge der Sommerspezial-Serie über Lugano.

00:00:44: Wir sind immer noch im Tessin unterwegs und versuchen die interessantesten bedeutendsten und vielleicht auch originellsten Aspekte dieser wunderschönen Perle der Schweiz herauszugreifen.

00:00:57: Mein Name ist Roman Zeller, nehmen wir bereits schon Professor Christoph Mörgerli.

00:01:01: Lieber Christoph, was ist das Thema der heutigen Sendung?

00:01:04: Worum geht es heute?

00:01:05: Grüezi miteinander.

00:01:07: Wir stehen vor dem Palazzo Antico Pretorio auf der Piazza della Reformo in Lugano, es ist die Nummer fünf am Haus angeschrieben.

00:01:22: das Gebäude dass wir hinter uns sehen stammt allerdings in dieser Form aus dem Jahr nineteenhundert eins.

00:01:29: aber der Vorgängerbau Dieser Bau ein Stück weit beruht, wurde bereits fourteenhundertfünfundzwanzig errichtet und zwar für die damalige meiländische Fremdherrschaft, die eben hier im Tessin geherrscht hat.

00:01:46: Hier hat der Abgesandte der jeweiligen Meiländer-Herrscher residiert und über Lugano gewacht.

00:01:56: Wie kam es dazu?

00:01:57: Dass ein Meilender gesandter Für Ordnung, für Ruhe sorgte?

00:02:04: Ja die Weiländer haben eben dann dieses Lugano vom Bischof von Como erobern können.

00:02:12: Es waren unruhige Zeiten in diesem fünften Jahrhundert.

00:02:17: Die Stadt allerdings hat sich ziemlich eigenständig regieren können.

00:02:24: Das war schon lange.

00:02:25: ein Marktfleck War wichtig auch als Handelsstadt später dann auch vor allem für den Feehandel aus Gebieten nördlich der Alpen, die Richtung Italien verkauft wurden als Kühe und Kälber.

00:02:43: Aber es gab natürlich auch Manufakturen, es gab Handwerke, es gabs Seidenfabrikation, Seidenhandel hier – was man auch nicht vergessen darf!

00:02:55: immer wieder auch erheblichen Schmuckl, weil man in Grenz näher ist.

00:03:00: Also das waren die wirtschaftlichen Grundlagen, die dann eben mit Eröffnung des Gotthard im dreizehn Jahrhundert zunehmend wichtig wurden.

00:03:08: Das war die kürzeste Verbindung vom mittleren und nördlichen... Deutschland Richtung Italien.

00:03:15: Und darum lag Lugano außerordentlich günstig.

00:03:19: Du hast in der ersten Folge über die Wirtschaftsmetropole Luganno gesprochen, war das damals schon so?

00:03:25: Oder war Lugando eher eine Durchlaufsstadt oder war das schon strategisch so wichtig, dass alle darum wollten?

00:03:34: Es waren schon einigermaßen Wichtiges gab auch Befestigungen damit man eben dieses Luggano nicht so leicht Einnehmen kann.

00:03:44: Es war durchaus umschwärmt und umstritten, gerade auch durch die günstigen Verkehrswege des Luganner Sees der hier eben angrenzt und es war ein... Blühendes Städtchen, könnte man sagen.

00:04:00: Es hatte einige wenige Tausend Einwohner noch eigentlich bis zum ausgehenden achtzehn Jahrhundert waren es unter fünftausend.

00:04:09: Für was, wofür war Lugano bekannt?

00:04:12: Wenn man sich in diese Zeit ins Mittelalter spätmittelalter hineinversetzt wie sah das hier raus?

00:04:18: Was war hier die Haupttätigkeit denen die Menschen nachgingen?

00:04:23: Was prägte Luganos damals?

00:04:25: Es gab natürlich ganz verschiedene Gewerbe, die hier betrieben wurden.

00:04:28: Lugano war wie gesagt überhaupt keine Großstadt damals nicht eigentlich eine Metropole aber dennoch für die Mainländer wichtig im fünften Jahrhundert und dann eben zunehmend auch für die Eidgenossen.

00:04:43: Die Eid-Genossen haben ihre sogenannten Befreiungskriege die natürlich je nach Sicht auch Erroberungskriege waren Richtung Süden getragen.

00:04:54: Bereits im fünften Jahrhundert haben die Urner die Leventina besetzt und als Landfugtai in ihren Besitz genommen, also den oberen Kantonstil des Tessins bis zum Gotthard als alleinige Landfogtai geführt.

00:05:14: und dann hat man weitere sieben Landfokteien mit der Zeit erobert.

00:05:20: zuerst waren das Landvoktaien, die die alten Ur-Schweizer Kantone, die drei Urischwitzen und Unterwalden gemeinsam verwaltet haben.

00:05:33: Das war Bellinzona, das war dann auch die Leventina, die dazukam, das Pleniotal wenn ich richtig sehe.

00:05:46: Und das haben die drei Orte gemeinsam verwaltet.

00:05:51: Und dann kam es zu weiteren südlicheren Eroberungen, welche dann zwölf eidgenössische Orte verwaltet haben.

00:05:59: Das waren die Landvogteien von Lugano, wo wir hier sind und von Mendrisio.

00:06:09: Und eine Landvoktei, die mir jetzt gerade nicht in den Sinn kommt.

00:06:16: Aber es waren also insgesamt acht, verwaltet wurden das Matschatal.

00:06:23: Jetzt kommt es mir in den Sinn, dass kam noch dazu.

00:06:25: die zwölf Orte haben das gemeinsam als Landfugdai verwaltet jeweils alle zwei Jahre einen Landfucht ausgesandt und es waren nur zwölfe nicht wie üblich dreizehn Orte.

00:06:40: wir kennen ja die Dreizehn-Örtigkeitgenossenschaft weil die Appenzeller bei diesen Eroberungen noch nicht dabei waren und also nicht berechtigt waren hier die südlichen endet-birgischen Fokteien, wie man sagte zu verwalten.

00:06:55: Was hat das eidgenössische Interesse geweckt hier im Süden?

00:07:00: Das hat

00:07:01: Uri etc.

00:07:03: hergezogen gelockt.

00:07:05: Es ist klar dass das natürlich ein wichtiger Handelsweg war und die Urner wollten den gesamten Gotthard also beide Seiten in Besitz nehmen.

00:07:15: es waren wirtschaftliche Interessen Kampf erprobten und auch kriegerischen Urner hier über die Berge zogen.

00:07:26: Später haben sich dann auch die anderen Eidgenossen angeschlossen.

00:07:30: Die Landvogtai Lugano, wo wir hier sind ist der Größte dieser endet-birgischen, tessinischen Landvoktaien.

00:07:40: Und auch hier hat ein Land Vogt geherrscht, der alle zwei Jahre ersetzt wurde.

00:07:47: Es kam dann auch ein Syndikus, also einen Überwacher dieser Landfugge.

00:07:52: Der Schauen musste, dass er das richtig machte.

00:07:55: und wo residierte?

00:07:58: der Landfucht?

00:07:59: in der Landvogtai Lugano, die seit fifteenhundertzwölf hier steht.

00:08:04: Massimilia noch Zforza von Mailand hat das als eignessisch anerkannt.

00:08:12: Franzosen sind abgezogen.

00:08:14: Damals waren ja viele Kriege hier, die Mainländer-Kriege, wo die Eidgenossen mitgemischt haben – die Franzosen, die Vertreter italienischer Staaten der Papst

00:08:24: usw.,

00:08:25: also, fifteenhundertzwölf kommen hierher, die eidgenössischen Landvögte ziehen ein in dieses lombardische Palazzo und herrschen hier etwa dreihundert Jahre lang.

00:08:40: Relativ friedlich kann man sagen, denn diese Landvögte haben den Tessinen ein großes Stück Selbstverwaltung weiterhin überlassen.

00:08:50: Nicht alles.

00:08:51: zum Beispiel die blutige Gerichtsbarkeit lag in den Händen dieser Landvögte.

00:08:57: Darum hat hier neben dem Landfugt im Gebäude hinter uns bzw.

00:09:01: im Vorgängerbau nicht nur der Landfucht residiert sondern auch der Scharfrichter.

00:09:07: Dieser war allerdings nicht nur für Loganer, sondern auch für alle eidgenössischen Fokteien zuständig.

00:09:13: Eine Frage vielleicht zur Eroberung?

00:09:16: Hat man im Eiländer diesen Ballast hinter uns, der wahrscheinlich noch prunkvoller aussah?

00:09:24: Vor allem mit den Baustellen?

00:09:25: natürlich haben die den Kampflos überlassen dieses Gebiet.

00:09:28: oder war das ein blutiger Erobergangskrieg?

00:09:31: Hier herrschten keine eigentlichen Kriege, die Kriege waren anderen Orts dann auch zum Teil später.

00:09:37: Wir kennen Mariniano, wir kennen Pavia, denn Pavia fällt Zug.

00:09:42: auch da eine Niederlage der Eidgenossen.

00:09:45: Sie haben sich wirklich dann irgendwann eine blutige Nase geholt und es war ein großes diplomatisches Kunststück dass die Eidgosen dennoch diese Gebiete im Tessin behalten konnten.

00:09:58: nicht ganz Meiland, wie sie es fast einmal erobert hätten.

00:10:02: Aber immerhin das Tessin und damals auch noch das Feld Lien also in der Liederlage noch sehr hartnäckige Diplomaten.

00:10:11: da können sich vielleicht heutige Schweizer Vertreter im Ausland eine Scheibe davon abschneiden.

00:10:17: Was ändert es sich mit der Schweizer mit der eidigenösischen Regentschaft?

00:10:24: Ja was war danach?

00:10:26: Wie sah Lugano danach aus mit eidgenössischer Verwaltung?

00:10:30: Es ist interessant, dass sich dieses Tessin auch unter eid genössischen Verwaltungen eigentlich nicht wahnsinnig anders entwickelt hat.

00:10:40: Es waren nach wie vor die hiesigen einsässigen Bürger, Das Wesentliche bestimmen konnten.

00:10:49: Natürlich hatte der Landvog die oberste administrative und richterliche Aufsicht, aber die Selbstverwaltung war groß.

00:10:58: Lugano hat sich Ende des sechzehn Jahrhundert einen Rat gegeben von sechsunddreißig Männern, die auch für die verschiedenen Quartiere zuständig waren dann einen kleineren Rat, der eben die eigentlichere Gentenschaft bildete Und man kann sagen, dass die Eidgenossen insgesamt relativ mild regiert haben.

00:11:20: Es konnten sich vielleicht auch darum keine Auswüchse hier ergeben weil die einzelnen Orte eifersüchtig aufeinander geschaut haben und auch geschaut habe das niemand hier Misswirtschaft betreibt oder zu viel von den Menschen herauspresst.

00:11:36: Die Stadt selber wenn wir von Stadt reden dürfen hat sich wie gesagt selber administriert, selbst verwaltet lebte vom Ausgaben von Steuererträgen natürlich auch von Landverpachtungen und von bestimmten Abgaben.

00:11:55: Aber es gab innerhalb der Bürgerschaft immer wieder Streit weil die alteingesessenen gegenüber den zugezogenen natürlich den Löwenanteil der Steuern für sich beanspruchten und das kam dann gelegentlich zu innern Unruhen hier in Lugano.

00:12:11: Was ich gerade fragen wollte, unterwissen Herrschaft füllten sich die Luganer, die Tessiner allgemein wohler reagiert werden von den Mai-Ländern oder von den Eidgenossen.

00:12:22: War das ein Unterschied?

00:12:24: Oder war man dafür gleichgültig?

00:12:26: Die spätere Entwicklung hat gezeigt dass die Tassiner nicht unglücklich waren über die Regentschaft der Eid-Genossen.

00:12:35: Es gab einmal Aufstände allerdings dann im oberen Kantons teil.

00:12:41: Im Livinental haben sich, weil eben da die urnerische Herrschaft sich etabliert hat, Unruhen ergeben.

00:12:52: Weil man sich da auch ungerecht behandelt und besteuert fühlte und zu wenig zu sagen hatte, da kam es zu einem Aufstand, siebzehn fünfundfünfzig.

00:13:03: Und drei der Rädelsführer wurden dann von den Urnern auch hingerichtet.

00:13:08: aber sonst waren in diesen dreihundert Jahren eigentlich die Zeiten relativ friedlich.

00:13:13: Es wurden keine Ortschaften zerstört keine Kriege und darum haben sich auch beispielsweise etliche Meilen der Kaufleute hier angesiedelt, die eben dann auch das wirtschaftliche Potenzial von Lugano in dieser Zeit verbessert haben.

00:13:31: Eben speziell auch im Bezug auf den Handel über den Gotthard mit Vieh, mit Käse, mit Waren und umgekehrt natürlich südliche Produkte, die Richtung Norden transportiert wurden.

00:13:44: War das hauptsächlich Glück?

00:13:46: dass man in Frieden leben konnte?

00:13:47: oder war das auch geschickte Regierung?

00:13:50: Es waren sicher beides.

00:13:51: Die Eidgenossen haben ihre außenpolitische Aggression dann eingedämmt ab dem frühen sechzehnten Jahrhundert, man hat keine Erroberungszüge mehr veranstaltet sondern Soldverträge abgeschlossen und nur noch die Menschen exportiert aber nicht mehr ganze Herhaufen Eidgenossenschaft hier ins Feld gezogen werden.

00:14:17: Das hat natürlich die politische Situation sehr beruhigt auch gegenüber den lombardischen Herrschern, gegenüber GOMO und vor allem dann gegenüber Mailand.

00:14:27: Wie wurde Lugano zu dem was es heute ist?

00:14:32: Metropole am Luganersee zu dieser Perle der Schweiz, was war da wichtig entscheidend?

00:14:38: Ganz entscheidende ist dann schon vor allem das XIX und das zwanzigste Jahrhundert.

00:14:43: Und dafür steht dann eigentlich dieses Gebäude nicht mehr auch wenn die Tessiner Kantonalbank, die zu Beginn des zwanziger Jahrhundes gegründet wurde hier eingezogen ist.

00:14:55: aber interessanterweise als dann die zisalpinische Republik durch die französischen Revolutionäre gegründet wurde.

00:15:05: Hier im Süden in Oberitalien, da wollte sich der Großteil des Desiner nicht anschließen.

00:15:13: Es gab zwar die sogenannten Patrioten, die es mit den Franzosen hielten und sagten Freiheit, Gleichheit – wir wollen uns von diesen eidgenössischen Landwirken endlich befreien!

00:15:24: Aber diese Personen waren in der Minderheit.

00:15:29: Interessanterweise hat sich dann im Februar, die Erhebung ergeben der eidgenössisch gesinnt gebliebenen Luganesen und sie haben geschaut das Tessin weil an den übrigen Orten ähnliche Bewegungen nicht an Italien kam beziehungsweise nicht dem napoleonisch untertanen Reich angegliedert wurde.

00:15:59: Die Devise hieß dann hier in Lugano und anderwerts Liberie, Eswizerie.

00:16:05: Wir wollen Schweizer sein wir wollen aber natürlich befreit werden und gleichberechtigte Schweizer werden.

00:16:12: das geschah dann auch im Jahr eighteen oder drei mit der Gründung des Kantons Tessin Von XVII, VIII und III hieß der Kanton den eben dann Napoleon gewährte übrigens Kanton Lugano und nicht Kanton Tessin.

00:16:30: Also wenige Jahre hat diese Stadt dem ganzen Kanton seinen Namen aufgedrückt.

00:16:36: Warum wurde es dann nicht mehr der Kantón Luganos sondern der Kantons Tessins?

00:16:42: Wie ging das?

00:16:43: Traditionell hat Lugano nicht eine solche Vorherrschaftsstellung, wie es etwa Zürich oder Bern oder Schaffhausen und Basel hatte.

00:16:53: Dass also diese Stadt im ganzen Kanton den Namen hätte geben können.

00:16:57: Es waren auch nicht die Umländer ehemals untertan dieser Stadt Luganno – dass der Sinn ist ja sehr viel gestaltig!

00:17:05: Wir haben das Sopra-Genery.

00:17:09: Das Sotto-Generi, also dieser Pass der Generipasse bildet hier eine Grenze und da waren auch gewisse Unterschiede dann in der Mentalität und auch im politischen Denken feststellbar.

00:17:24: Was ist heute die Bedeutung von Lugano für das ganze Tessin?

00:17:28: Die Bedeutung von Lugano ist immens wirtschaftlich, ist hier eindeutig.

00:17:33: Der Motor ist vielleicht jetzt als vergleichbar mit der Stellung von Zürich in der ganzen Schweiz aber Luganno wird natürlich auch beneidet.

00:17:44: Lugano wird auch kritisch beäugt vom übrigen Kanton, man möchte nicht unbedingt dass sich die Entwicklung nur hier ergibt.

00:17:52: Man möchte nicht unbedingt diese Zusammenballung bis es sich dann ergeben hat und wie wir sie heute sehen vielleicht fast zu viel auf kleinem Raum.

00:18:02: das ist ein Problem eines blühenden Gemeinwesens.

00:18:06: Was ist eigentlich aus deiner Sicht das Verhältnis?

00:18:10: der Luganesi und auch der Tessiner zu Italien.

00:18:16: Wo sieht man da Gemeinsamkeiten, Unterschiede?

00:18:20: Markante Unterschiede vielleicht sogar?

00:18:22: Das Liberie Eswitzery hat sich durchgezogen.

00:18:25: die Tessinen sind gerne Schweizer geworden, gerne Schweitzer geblieben jetzt auch über die letzten gut zweihundert Jahre.

00:18:35: Man hat sich abgegrenzt gegenüber dem Entschuldigung gegenüber Italien, da waren sicher ganz klare Grenzen, die gesteckt wurden.

00:18:45: Wir sehen auch besonders viele Schweizerfahnen in Grenznähe.

00:18:50: also es ist eindeutig dass man gerne Schweizer ist.

00:18:54: Die sechzig-siebzig weiß nicht achtzigtausend Grenzkänger werden auch nicht so wahnsinnig gern gesehen aus Italien Auch wenn man sie braucht Verstopfen natürlich die Straßen morgens und abends machen das Durchkommen schwierig.

00:19:11: Und man beäugt sie auch kritisch wegen den tiefen Preisen zu denen Sie sich anstellen lassen, denn die Schweizer Löhne sind natürlich im Vergleich zu Norditalien sehr hoch.

00:19:23: Was haben wir vergessen zu dieser Piazza della Reforma zum Haus hinter uns zur Entstehungsgeschichte von Lugano und des Tessins?

00:19:33: Ich glaube, man muss einfach wissen und viele Schweizer wissen das viel zu wenig dass dieses Tessin durch die Eidgenossen errobert wurde.

00:19:42: Die Eroberungen waren dann im Beginn des sechzehn Jahrhunderts abgeschlossen und daneben drei Hundert Jahre in Prinzip untertanen Land der alten Eid genossenschaft waren sich dann aber in den letzten zwei hundert Jahren zu sehr guten Schweizern Gemausert könnte man sagen.

00:20:01: Entwickelt ist ein etwas herablassendes Wort, aber man kann sicher sagen sie haben sich zu guten Schweizern gemacht.

00:20:10: Sie waren das sicher auch schon über Jahrhunderte und das ist doch eine erfreuliche Integration denn das war mal anders dass Tessin und auch Lugano waren nicht immer Schweizerisch.

00:20:24: Liebe Christoph, ganz herzlichen Dank für diese Ausführung.

00:20:27: Ihnen danken wir für die Aufmerksamkeit.

00:20:28: Wir empfehlen Ihnen natürlich wärmstens unsere erste Folge, die am gestrigen Tag erschienen ist.

00:20:34: Sie handelt von der Kathedrale San Lorenzo.

00:20:38: Morgen geht es weiter mit den nächsten vielen Aspekten von Lugano über das Tessin, über dieses Tessiner generell.

00:20:45: Wir danken Ihnen für die aufmerksamkeite.

00:20:47: Wünsche einen wunderschönen Tag und bis zum nächsten Mal eben!

00:20:49: Bis morgen viel dank.

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